Bei einem Besuch im K21, die Kunstsammlung Nordrhein – Westfalen in Düsseldorf, bestaunten wir das Kunstwerk von Tomás Saraceno. Saraceno ist ein argentinischer Performance – und Installationskünstler. 

Das Werk befindet sich unter der Glaskuppel des Gebäudes, erreicht eine Höhe von 25m und umfasst mit seinen 2500 Quadratmetern eine große Fläche zum bewundern. Die Kunst – struktion besteht aus Stahlnetzen, die auf insgesamt drei Ebenen aufgeteilt und begehbar sind. Die luftgefüllten PVC Kugeln haben einen Durchmesser von bis zu 8,50m. Durch eine angebaute Treppe wird der Zugang zur Installation erlangt und jeder kann sich zwischen den Kugeln frei bewegen. Es werden je 9 Besucher für ungefähr 10 Minuten lang mit Einweisung eines Personals auf das Kunstwerk gelassen.  Da sich mehrere Menschen gleichzeitig darauf bewegen, wird einem jeder Schritt bewusst, da die Netze in Bewegung geraten und man sich erst einmal an die luftig ungewohnte Situation vertraut machen muss. Die Aktivität der Menschen im Orbit erinnert an eine Spinne in ihrem Netz. Diese Szene der Spinne im Netz gilt als Inspiration für Tomas Saráceno. 

in orbit (hier ein Eigenname deshalb die Kleinschreibung) ist wohl eines der Mitfühlendsten Konstrukte, da selbst Menschen die ohne es zu betreten mit Lust und Angst übermannt werden, aufgrund des geheimnisvollen Anwesens, welches ein großes Abenteuer zu verprechen vermag.  Drei Jahre lang wurde in orbit von Saraceno in Mitarbeit von Ingeneuren, Architekten und Biologen erarbeitet. Schon lange studiert er unterschiedliche Spinnennetzarten, dessen Ergebnisse er in seine architektonischen Arbeiten mit einfließen, sowie die Kunstgeschichte von Jules Verne, als auch dem Architekten Richard Buckminster Fuller.

Für das Betreten wird festes Schuhwerk vorrausgesetzt. Vor Ort können auch Trecking Schuhe geliehen werden. Zudem werden in unterschiedlichen Größen Overalls angeboten die ebenfalls eine Pflicht sind zu tragen. Brillenträger werden gebeten eine Brillenkette umzulegen. (Die Ketten werden ebenfalls dort zur Verfügung gestellt.) Damit nichts aus den Taschen und  eventuell durch die Stahlnetze auf den Boden fällt, soll alles aus den Taschen gelehrt werden. Dafür sind Spinte vorhanden, in denen alle Menschen ihre Habseligkeiten einschließen können. Außerdem ist noch zu erwähnen, dass dort sehr freundliches Personal ist, die auf den Netzen zur Hilfe stehen, wenn jemand durch die Spannung der Bewegung und der Höhe des Konstrukts in Angst gerät. So begleiten sie dich auf den spannenden Weg durch das Kunstwerk. 

in orbit als kleiner Prototyp.

Es war wirklich sehr hoch dort oben. 

 

Eintritt: 

Schüler: 2,50 Euro

Studenten: 10 Euro

Erwachsene: 12 Euro 

 

Wichtig ist außerdem, dass das Mindestalter 12 Jahre beträgt.

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