OH HAMBURG DU PERLE

10. August 2015

Letztes Wochenende verbrachten wir in Hamburg. Wir haben viele erlebnisreiche Aktivitäten unternommen, so dass ich nun, einen Tag nach der Heimkehr, wieder Fernweh in meinem Reiseherz verspüre. Aufgrund unserer begrenzten Urlaubstage, haben wir uns natürlich vor genommen so viel wie möglich von Hamburg zu sehen und zu erleben. Gesagt, getan.  Hamburg, so sagt man, ist die Stadt der Welt, wegen den tausenden von Containern die täglich den Hafen verlassen. Da dies so spannend klingt und eine Stadt vom Boot noch mal ganz andere Vorzüge zeigt, begann unsere Entdeckungstour mit einer Hafenrundfahrt.

Hafenrunfahrt:

Die Speicherstadt aus Sicht der Elbe.

 

 

Mit einer Länge von 350,56m und einer breite von 42,80m, ist dieses Schiff eines der größten Containerschiffe der Welt. Der Transport genügt für ungefähr 14000 Container. 

 

Stadtrundgang:

    Hamburg’s Elbphilharmonie.

Das Rathaus von Hamburg:

Das Rathaus wurde 1897 im historischen Baustil der Neorenaissance gebaut. Es ist wohl eines der wenigen vollständig erhaltenen Beispiele des Historismus in Deutschland. Die Fassade mischt sich aus italienischen und norddeutschen Renaissance  Elementen. Der Turm misst eine Höhe von 112 Metern.

Es ist schon das sechste Rathaus von Hamburg. Die vorherigen Rathäuser befanden sich unter anderem in der Neustadt, am Hopfenmarkt und am alten Fischmarkt. Um 1290 entstand ein größeres Rathaus an der Johannisstraße, Ecke Dornbusch. Jedoch wurde das Rathaus bei dem Brand im Jahre 1842 in seine Flammen gerissen und vergeblich gesprengt. Bloß das Kellergewölbe blieb erhalten und als Ratsweinkeller und Weinlager benutzt. Einige Standbilder, die an der Fassade zu bestauenen galten, wurden gerettet und sind heute im Museum für Hamburgische Geschichte zu bestaunen. Das darauf errichete Haus trug den Namen „Einbeck’sches Haus. Da dieses als einzie die Ausschenk Konzession erhielt, Einbecker Bier aus zu schenken.  Im selben Jahr wurde das Waisenhaus an der Admiralitätsstraße zum provisorischen Rathaus. Im zweiten Weltkrieg wurde das provisorische Rathaus zerstört. Heute besteht dort eine Gedenkplatte und ein Portalbogen. 

Das heutige Rathaus hat seinen Standort in direkter Nähe zur Alster. Der Bau dessen dauerte rund 43 Jahre. Angefangen 1854 von den ersten Wettbewerbsentwürfen (43 Entwürfe), bis 1876 (123 Entwürfe) und schließlich zur Beendung der Planung 1884 und der Fertigstellung 1897. Die lange Bauzeit kam aus verschiedenen Aspekten zusammen, zu Mal der Revolution von 1848/49, der Wirtschaftskrise von 1857, den Auseinandersetzungen der Großmächte bis zur Reichsgründung 1870/71, dem Bauarbeiterstreik 1889 und die Choleraepidemie von 1892. Vor allem aber stimmten große Uneinigkeiten über die Gestaltung einher, was die Bauzeit verzögerte, da verschiedene Archiekten gemeinsam arbeiteten. Schlussendlich wurde die Planung einer Hamburger Architektengruppe, dem „Rathausbaumeisterbund“ abgeschlossen. 

Dies ist der Hygieia Brunnen. Er wurde 1895/96 von dem Bildhauer Joseph von Kramer gestaltet. Die Hygieia ist eine Allegorie und steht für Gesundheit. Auf dem Brunnen tritt sie auf einen Drachen. Sinnbildlich für die Choleraepidemie von 1892. Ursprünglich wurde eine Figur des Handelsgottes Merkur als Darstellung für den Seehandel in Hamburg geplant, jedoch entschieden sich die Bauherren aufgrund der Choleraepidemie, für die Göttin der Reinheit um.

Die Figuren vor dem Brunnen sollen den Verwendungszweck von Wasser dar stellen. 

.. ein wahrlich prächtiger Innenhof!

Die St. Michaelis Kirche: 

Die St. Michaelis Kirche, auch „Michel“ genannt ist  die Hauptkirche Hamburgs. Da der Kirchturm mit einer Höhe von 132,14 Metern sehr gut sichtbar ist für Seeleute auf einlaufenden Schiffen und du die Turmplattform in 83 Meter Höhe durch 453 Stufen oder einen Aufzug erreichen kannst, wird dir dort ein hervorragender Ausblick über Hamburg und die Elbe gewährt. Sie gilt als bedeutendste Barockkirche Norddeutschlands.

 

Der alte Elbtunnel durfte natürlich auch nicht fehlen auf dem Hamburg Plan:

Der 1911 eröffnete alte Elbtunnel ist ein wahres historisches Wahrzeichen Hamburgs. Er verläuft unter der Elbe von den Landungsbrücken (St. Pauli) zu der Elbinsel Steinwerder. Insgesamt kommen die zwei Tunnelrohre auf eine Länge von 426,5 Metern. Heute wird er täglich von tausenden Fuß – oder Radfahrern als viel genutzte Abkürzung unter der Elbe genutzt. 

Von der Elbinsel Steinwerder mit hervorragendem  Ausblick auf St. Pauli und die wunderbare Abendsonne.

 

U – 434:

Das U – 434 ist ein im Jahre 1976 erbautes russisches U-Boot.  Es wurde 2002 vom U-Bootmuseum Hamburg GmbH gekauft. Das U-434 diente als Spionage Missionen und lange Patroullienfahrten in den Hoheitsgewässern der Sowjetunion. Dieses U-Boot ist eine Tango – Klasse, mit einer Länge von 90,16 Metern und einer Breite von 8,76 Metern. Die Besatzung des U-Bootes beschrieb sich auf 84 Marinesoldaten, davon 16 Offiziere, 16 Unteroffiziere und bis zu 52 Matrosen. 

 Das U-434 ist im Alleingang oder mit einer Führung möglich. Mein Tipp: Nehmt die Führung! Mit der Führung bekommt ihr alle Einzelheiten erklärt und bei Fragen steht ausgebildetes Personal zur  Verfügung die diese beantworten werden. Vor allem aber kommt ihr nur mit einer Führung in die Kommandozentrale.

Mein Eindruck von diesem Museum ist wirklich beeindruckend. Dort wird einem noch mal viel klarer vermittelt, unter welchen Bedingungen die Besatzung gelebt hat. Wie eng es tatsächlich in einem U-Boot ist, welche Lautstärke dort auftritt. Es war wirklich sehr spannend! Ich kann es nur weiter empfehlen. 

 

In diesem Haus hat übrigens Arthur Schoppenhauer gewohnt.

 

 

 

 

 

Rathaus: 

Rathausmarkt 1

St. Michaelis Kirche:

Englische Planke 1

Montag bis Sonntag: 10 – 17:30 Uhr 

Alter Elbtunnel:

Bei den St. Pauli Landungsbrücken 5

U-434:

St. Pauli Fischmarkt 10

Montag bis Samstag: 9 – 20 Uhr 

Sonntag: 11- 20 Uhr 

Ehemaliges Wohnhaus von Arthur Schoppenhauer:

Kohlhöfen 29

 

 

 

 

 

(U-434 Bildquelle: u-434.de)

 

 

 

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