PETRA COLLINS

5. Oktober 2015

Die Kanadierin Petra Collins, 22 Jahre jung fotografiert analog die ungeschönte Projektion von Mädchen, aus Sicht der Mädchen. Sie möchte die Realität in ihren Bildern wiederspiegeln. So wie sich junge Mädchen fühlen, andere Mädchen wahrnehmen und ganz präzise ausgedrückt: Sie zeigt Situationen, die weniger für die Öffentlichkeit bestimmt sind, wie z.B. Tränen verlaufene Mascara, abgekaute Fingernägel mit Glitzerlack, Kugelschreibergekritzel und häufig zu sehen sind Smartphones. 

Petra Collins wuchs in Toronto auf und zog vor 2 Jahren nach New York. Collins tanzte bis zu ihrem 16. Lebensjahr Ballett. Da sie mit 16 Jahren einen Sportunfall hatte und seither ihre Kniescheiben wackelig sind, musste sie das Tanzen aufgeben. 

„Die Kamera war meine Rettung.“ 

Sie begonn ihre Freundinnen zu porträtieren, im Alltag und ihre Gefühlswelt. Denn Petra’s Blick auf sich selbst und andere wurde unwillkürlich auf einer strengen Ballettschule verändert, als die Ballettlehrerin zu ihr sagte “ Ihre Hüften sind zu breit, sie wird nie eine Primaballerina.“ Da war sie erst 11. Zu dem ist Collins Legasthenikerin und wurde in eine Klasse mit Kindern versetzt, die Lernschwierigkeiten oder Behinderungen haben. Während dieser Jahre fragte sie sich immer wieder: „Was bin ich eigentlich wert?“ Wo hingegen ihre Schwester Anna top Noten schrieb und weiterhin tanzt. Das einzige Mal, dass Collins wirklich neidisch auf ihre Schwester Anna war, war als Collins sich an einer Schule mit dem Schwerpunkt Kunst einschrieb, jedoch aufgrund ihrer schlechten Noten abgelehnt wurde. Kurze Zeit später wurde Anna dort angenommen. Collins fotografierte weiter und stellte ihre Bilder in kleinen Ausstellungen aus. Als sie einst mit ihren Freundinnen in einem Club in Toronto feiern war, entdeckte Collins den Fotografen Ryan McGinley auf der Tanzfläche. Die beiden lieben das Tanzen und kommen ins Gespräch. Am nächsten Tag sendet McGinley Collins ein Selfie aus einer Ausstellung, bei dem im Hintergrund ein Bild von Collins zu sehen ist. Daraufhin lud Ryan McGinley Collins auf die alljährliche Sommerreise durch Amerika ein. Auf der Reise lernte sie sich selbst neu kennen und traf hinterher einige neue Entscheidungen. 
Sie fotografierte  unter anderem für das Rookie Onlinemagazin, Purple Magazin, die italienische Vogue und schrieb für Vice. 


(Quelle: www.petracollins.com )

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