SONG DONG

20. Februar 2016

Song Dong lebt und arbeitet in Peking. Er gehört zu den bekanntesten internationalen agierenden Künstlern Chinas. Seit 1990 gehört er zu den wichtigsten Künstlern der chinesischen Konzeptkunst. Seine experimentelle Vorgehensweise lässt sich durch eine Vielzahl von Installationen, Videoarbeiten, Performances, Zeichnungen, als auch Fotografien und Skulpturen ersehen. Die Arbeiten bestehen meist aus dem im Alltag benutzter Materialien.

In dieser Ausstellung greift er Themen der Zeit, Erinnerung und Verlust auf und verarbeitet so z.B. den Tod seines Vaters. Da es in der chinesischen Kultur unüblich ist, seinen Vater zu umarmen, projeziert er auf einem Bild seine Hand auf den Körper seines Vaters, um ihm noch einmal nahe zu sein. Nach dem Tod seines Vaters sammelte seine Mutter alle möglichen alltäglichen Gegenstände, die man noch mal gebrauchen könnte. Anfangs versuchten Song Dong und seine Schwester ein paar Gegenstände zu enträumen, jedoch gelang dies nicht wirklich. So besaß die Mutter nach einiger Zeit einen solch großen Bestand, dass kaum noch jemand durch das Haus laufen konnte. In der chinesischen Kultur ist es sehr wichtig die Mutter glücklich zu machen und durch diesen Wunsch beschloss Song Dong all die gesammelten Gegenstände seiner Mutter auszustellen. Abschließend sagte die Mutter „Siehst du Song, es ist doch gut, dass ich alles gesammelt habe.“

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Das Bild zeigt einen Ausschnitt von den gesammelten Gegenständen der Mutter. Der Raum ist doppelt so groß, als es auf dem Bild zu erkennen ist.

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Die Ausstellung ist in der Kunsthalle Düsseldorf noch bis zum 12. März 2016 zu besichtigen.

 

(Quelle Titelbild: Wdr.3.de)

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