EIN WORT ZUM SAMSTAG

10. Dezember 2016

Girl Power ist wohl ein großes Kompliment an sich selbst, als auch eine Ausdrucksform seine Meinung zu präsentieren. Zur Zeit werden diese zwei Wörter immer häufiger gesichtet. Sei es auf Shirts oder Tattoos. Auch ich bin auf diesen Zug aufgesprungen und bin Besitzerin eines Shirts mit einer GRL PWR Bestickung. Denn ich finde so lange Frauen in manchen Berufszweigen weniger verdienen, als Männer, ist Girl Power notwendig. Zu beachten sei auch den Aktuellen Fall der ZDF Journalistin, die ZDF wegen ungleicher Monatseinkommen verklagt. Denn Birte Meier verdient weniger als ihr Gleichgestellter Arbeitskollege. Es betrifft auch eine eigens erlebte Szenerie bei einem Kneipen Schachspiel. Dort saß ich mit meinem Schachpartner an einem Tisch und es schauten ein paar Leute zu. Irgendwann entgegnete der eine „Es ist doch keine Herausforderung gegen eine Frau Schach zu spielen“ und zehn Minuten später „Boar, ich muss Frauen immer auf die Brüste gucken“. Tja, bloß habe ich meinen gegenüber noch im selben Spiel Schachmatt gesetzt. Aber was soll ich bloß mit solchen Äußerungen anfangen? Als sich dieser unhöfliche Mann verabschiedet hat, tätschelt er mir tatsächlich auf den Kopf und fügt hinzu „Gut gespielt“ und behandelte mich wie ein kleines Mädchen. Das ist zwar schon eineinhalb Jahre her, trotzdem ist es in meinen Erinnerungen, als wäre es gestern. Wenn es tatsächlich noch im 21. Jahrhundert zu solchen unangenehmen Situationen kommt, läuft doch irgendwas falsch in den Gedanken mancher Menschen. Oder?
Ich meine, genau so wie es Girl Power gibt, sollten Männer in ihrem Willen auch stark sein, um Meinungen zu vertreten oder ihre Wünsche zu verwirklichen. Bloß sollte nicht alles so Geschlechter Spezifisch sein und keinesfalls Anfeindungen gegen wen anders geben. Das gehört in meiner ideologischen Weltsicht einfach nicht dazu.
Es gibt auch noch einen anderen Spruch der für mich sehr einprägend ist. Ich weiß leider nicht mehr von wem der ist, aber er lautet „You can do anything and when you die, you will die as the happiest human in the world“.
„You can do anything“ würde ich mir sogar tattoowieren lassen. Damit ich mich immer wieder bewusst daran erinnere, dass ich all meine Wünsche in die Tat umsetzen kann. Ich muss es nur tun.

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Fotos von Lisa Schmidt

 

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