Irgendwann kommt jeder an den Punkt, an dem er für sich beschließt, etwas zu erlernen. Was erst mit einer Euphorie beginnt, nimmt einen immer frustrierenderen Lauf. Bis sich irgendwann das Erlernte in kleine Erfolgserlebnisse umwandeln. Dann kommen langsam die Fähigkeiten zum Vorschein. Der Zwischenraum ist aber einfach furchtbar. Kennt das jemand? Du möchtest etwas lernen und denkst dir permanent „Ich kann das nicht“ oder der ganz pessimistische Ausspruch „Ich kann einfach nichts“. Eigentlich sollten wir gar nicht so sehr an uns zweifeln. Denn mit ein bisschen Übung können wir das, was wir möchten. Es benötigt nur Routine. Diesen Gedanken möchte ich mir nun öfters beim lernen im Hinterkopf behalten, denn ich glaube das macht es um einiges einfacher.

Ich habe übrigens beschlossen überwiegend Second – Hand zu kaufen. Ausgeschlossen sind Unterwäsche und Socken. Ich finde, dass ich einfach genügend Kleidung besitze und wenn ich mir den Luxus gönnen möchte, etwas neues zu kaufen, kann es wenigstens etwas nachhaltig sein. Auf Kleiderkreisel und Ebay gibt es so viele tolle Sachen, die kaum benutzt wurden. Warum nicht diese Sachen kaufen und dazu noch günstiger? Abgesehen davon macht es auch sehr viel Spaß in coolen Second-Hand Läden zu stöbern oder auf Märkten. Bevor ich zu dieser Entscheidung gelangte, kaufte ich auch schon oft Second-Hand, aber nun möchte ich das es dominiert. Es nervt mich manchmal zu tiefst, dass immer mehr Kleidung produziert und gekauft wird. Somit wird eigentlich – ganz dramatisch ausgedrückt, immer mehr Müll produziert. Denn viele kaufen Kleidung, die dann ihr Ansehen auf dem Kleidungsstapel im Kleiderschrank haben. Wenn ich mich irgendwann mal dazu durchringen kann und Modedesign studieren sollte, werde ich definitiv faire und/oder Upcycling Mode machen. Denn Fast Fashion ist dazu konzipiert, sich nicht „trendig“ genug zu fühlen. Vielleicht möchte ich mich aber gar nicht immer trendig fühlen? Und die, die meine Mode tragen würden, sollen mehr als nur ein kurzes Glücksgefühl haben.
Ohne den Mode – und Blogger Wahn im Hinterkopf zu halten, möchte ich mich zu dem von einem Gedanken verabschieden, dass meine Leser etwas „neues“ an Kleidung zu sehen bekommen sollen. Ich möchte zu meinem ursprünglichen Gefühl gegenüber Kleidung zurück kehren. Zwar bin ich immer noch sehr achtsam, was die Verarbeitung und die Passform betrifft. Wenn etwas nicht dem normalen Standart der perfekten Verarbeitung unterliegt, kaufe ich es auch nicht. Oder wenn es eben nicht hundertprozentig gut an mir sitzt. Was ich meine ist, ich möchte mir bei dem Kleidungsstück wieder mehr Gedanken machen. „Brauche ich das jetzt wirklich oder will ich das einfach nur haben?“ Natürlich kann man sich mal etwas gönnen, einfach weil es schön ist. Doch es sollte nicht überwiegen. Vielleicht werde ich dann auch mal öfters im Beitrag angeben, dass es Second-Hand ist. Ich kann ja schon mal anfangen. Die Docs wurden Second-Hand ergattert.
Abgesehen davon erzählen Kleidungsstücke auch oft Geschichten. Ich habe noch ein paar Kleider aus meiner Jugend, die ich häufig auf Partys an hatte. Immer wenn ich jene Kleidung sehe, zaubern sie mir ein Lächeln ins Gesicht. Was soll ich bloß mit hunderten von Kleidungsstücken haben, wenn ein paar genügen, zu denen ich eine Verbindung habe? Das soll nun wirklich nicht so rüber kommen, als hätte ich unendlich viel Kleidung. Überhaupt nicht. Aber ich hatte irgendwie die letzten drei Monate so eine „Kauf Phase“ und ich bin froh, dass die vorbei ist.

 

 

 

 

 

 

 

32 COMMENTS

Leave a Reply

you may like