STATEMENT

11. Juli 2017

Irgendwie habe ich gerade das Bedürfnis ein Statement zu meinen letzten Beiträgen auszuführen. Ich schreibe meine Gedanken bezüglich der Konsum gelenkten und Profit orientierten Gesellschaft nieder. Teile Dokus, die ich empfehlenswert finde. Das könnte mich als „Öko“ abstempeln. Vielleicht bin ich auch einer. Aber dieser Begriff hat so einen negativen Beigeschmack. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, wollte ich, wie die meisten eine große Modebloggerin werden. Doch je mehr Zeit vergang, desto weniger konnte ich mich damit identifizieren. Durchaus kann es Spaß machen, ein hübsches Outfit zu präsentieren. Allerdings kann man seine öffentliche Selbstdarstellung auch für wichtigere Dinge nutzen. Bekleidungsstücke kaufen und ansehnlich kombinieren kann jeder. (Damit möchte ich nicht zum Verständnis geben, dass solche Posts nicht mehr bei mir vorkommen. Nur nicht ausschließlich.) Es gibt viele Themen die mir am Herzen liegen und mit denen ich mich intensiv beschäftige. Das betrifft die Ernährung, Mode und dessen Herstellung. Über den Anbau (beispielsweise der Baumwollpflanze), als auch die Fertigung. Als auch zahlreiche politische Themen. Schon seit ich 15 bin, hegt sich das Gefühl in mir ein bisschen Wohlstand abgeben zu wollen. Wir führen ein Luxusleben und wollen doch immer mehr. Die meisten Menschen, die unsere Kleidung fertigen, können sich nicht mal ein Teil davon leisten oder gar ein paar Schuhe. Ob für sich selbst oder ihre Kinder. Es erinnert mich manchmal an die Bourgeoisie und das Proletariat, wie Karl Marx es beschrieb. Nur das wir es nicht mehr sehen können, da die Industrie viele viele Kilometer von uns entfernt ist. Wir leben im Wohlstand, während andere Menschen am anderen Ende der Welt unsere Sachen fertigen. Mein Freund sagte schon, ich müsste Diktatorin mit guten Absichten von Bangladesh werden.. (Natürlich nur eine Illusion) Denn wir kaufen die dort produzierten Sachen, aber der Staat müsste die Bedingungen anheben. Es müssen Gewerkschaften eingeführt werden, damit die Mitarbeiter ihre Rechte einfordern dürfen. Und vor allem brauchen die Menschen Bildung!
Ich möchte wirklich auf niemandem mit dem Zeigefinger zeigen. Ich möchte lediglich zum Nachdenken anregen. Auch wenn es in letzter Zeit gefühlt immer die gleichen Themen sind auf meinem Blog, sind es wichtige Themen, die mich einfach beschäftigen. Und wir müssen verstehen das das stetige Kaufen von beispielsweise Kleidung uns nicht reicher, sondern ärmer macht. Wir werden uns in zehn Jahren nicht denken „ich habe das und das erlebt und trug jenes dabei“ – du wirst eher erzählen, was du erlebt hast. Vielleicht wirst du erwähnen, was für einen Stil du hast/hattest. Aber du wirst nicht jedes Outfit beschreiben. Ach ja und glaubt mir, ich kaufe auch gerne. Vor allem Kleidung. Aber ich reduziere es massiv.
Zum Abschluss sei gesagt, dass ich keinesfalls einen negativen Beigeschmack einwürzen möchte. In meiner Ideologie dürfen einfach alle Menschen unter den gleichen Bedingungen mit Anspruch auf Wohlstand leben.

 

 

Auch wenn es nicht zum Thema passt. Aber zum Schluss ist hier noch ein Lied von Sarah Lesch mit harmonisierender Stimmung eingefügt. Wie gesagt, ich möchte keine schlechte Laune verbreiten.

 

 

Foto by Amédé Ackermann

Amédé Ackermann auf Instagram

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